Willst Du Plastik in Deinem Essen? Nein? Wahrscheinlich haben wir alle schon davon gegessen. Und ich spreche jetzt nicht von den Fetzen, die wahrscheinlich in meinen Magen gelangt sind wenn ich eine Kunststoff-Verpackung mit den Zähnen aufgebissen habe. Ich spreche auch nicht von den Mikrospuren, die ich zu mir nehme, wenn ich von einer Plastikflasche trinke. Oder wenn ich aus einer Glasflasche trinke, an deren Deckel sich als Dichtung Kunststoff befindet. Ich spreche von der ganz normalen Nahrung.
Wie kommt das Plastik ins Essen?
Der Mensch verursacht Müll, viel Müll. Irgendwo muss der ja hin. Er geht in die Tonne. Aber wohin geht die Tonne? Da gibt es verschiedene Halden. Auf der Deponie werd er mit Erde überdeckt und der Dreck gelangt ins Grundwasser - über kurz oder lang. Übers Kraftwerk landet der Müll in der Luft, im Wasser und so im Meer. Und schließlich gibt es genügend, das direkt in den weiten Ozean gekippt wird - sieht ja keiner mehr - interessiert ja keinen mehr. Lange ging das gut - doch nun scheint es langsam kein kleines Örtchen Küste mehr auf dieser Welt zu geben, wo der Ozean seine Gaben nicht wieder an Land spült. So, jetzt ist es im Meer.
Aber wie kommt das Plastik ins Essen?
Im Meer schwimmen nicht nur die Plastikflaschen und Kunststofftüten - es gibt darunter auch klitzekleine Plastikteilchen. Einige sehen Plankton zum verwechseln ähnlich - andere sind noch kleiner - Mikroplastik. So wie sie sich zum Beispiel als Putzkügelchen in vielen Zahnpasten befinden. Und in weiteren Produkten. Den Rest kannst Du Dir denken: der Vogel frißt den Wurm, die Katze den Vogel, der Luchs holt sich die Katze und der Wilderer luchst sich die Großkatze ab. Und genießt seinen Braten - mitsamt dem Plastik.
Und wie kommt das Plastik wieder heraus?
Hierzu hat sich Bojen Slat etwas einfallen lassen. Hier sein TED-Talk, der mittlerweile über 2 Millionen Zugriffe hat:
Hier noch ein Beitrag über ihn in deutscher Sprache
Mittlerweile hat er über Crowdfunding über 2 Millionen Euro gesammelt und ein internationales Wissenschafts-Team hinter sich. Vor der Küste von Japan fängt er 2016 an. Wundervoll welche innovativen Ideen Menschen haben können. Ich bin begeistert.
Inspirationen dazu bei Amazon:
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Aus der Gefriertruhe nahm ich nach der Arbeit eine Tüte Erbsen mit hoch in die Wohnung und war mir sicher, dass mir was einfallen wird, das ich daraus kochen kann. Ich schaute in den Kühlschrank und fand eine Süßkartoffel und ein paar Champignons. Außerdem war noch Kartoffelsalat da. Noch immer wusste ich nicht genau was ich daraus basteln werde und begann die Süßkartoffel zu schälen. Nebenher las ich in verschiedenen Blog ob ich ein Erbsen-Rezept finden konnte. Gedankenverloren schälte ich dort wo die Schale gar nicht mehr war - das war die Idee - ich mache einfach Nudeln aus den Süßkartoffeln!
Rezept Nudeln von Süßkartoffeln mit Erbsen und Champignons & Kartoffelsalat
Nudeln von Süßkartoffeln mit Erbsen, Champignons & mehr.
Zutaten
1 große Süßkartoffel
200 gr. Champignon (oder andere Pilze)
1 Zwiebel
1 Tomate
1 Paket Erbsen (150 - 200 gr.)
1 Knolle frisches Kurkuma
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Senfsamen
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Kartoffelsalat vom Vortag
Samen der Brennnessel oder Gomasio (geröstete Sesam-Samen)
Zubereitung
Süßkartoffel schälen und mit dem Schäler weiter abschälen, bis nur noch dünne Streifen übrig sind. Sehr breite Teile mit dem Messer noch kleiner schneiden. Wasser in einem Topf erhitzen und die Streifen darin garen. Achtung - das geht schnell, in 2-3 Minuten ist die Süßkartoffel gar. Die Gemüsenudeln aus der Brühe nehmen und diese auffangen, sie kann für Suppe verwendet werden.
Die Brühe auffangen.
Zwiebel und Kurkuma schälen und in feine Würfel schneiden. Tomate ebenfalls würfeln. In einem Topf Öl erhitzen, den Kreuzkümmel und die Senfsamen darin erhitzen bis die Senfsamen beginnen zu springen. Zwiebel und Kurkuma hineingeben, rühren. Wenn die Zwiebel glasig ist die Erbsen und die Tomate hinzugeben. Alles köcheln lassen bis die Erbsen gar sind. Bei Bedarf noch Wasser hinzufügen.
Erbsen mit Tomaten & Zwiebeln
Die Pilze sauberzupfen (nicht waschen), in Scheiben schneiden und in etwas Öl anbraten. Salz und Pfeffer dazugeben.
Pilze im Topf in Öl anbraten
Anrichten
Alles gemeinsam auf ein Teller geben. Über die Pilze noch getrocknete Brennesselsamen streuen. Ich liebe den Geschmack und weiß die wertvollen Inhaltsstoffe der Brennnessel zu schätzen - deswegen auch erst auf dem Teller hinzufügen, damit diese durch die Hitze vom Kochen nicht zerstört werden.
Das Gericht war lecker - wenn ich mir auch vorgestellt hatte, dass die Nudeln die Erbsen-Tomaten-Soße mehr aufsaugen würden - haben sie nicht getan. Werde ich wieder kochen!
Wildkräuterküche
Im Herbst habe ich die Samen der Brennnessel gesammelt. Diese sind getrocknet und stehen in einem kleinen Döschen auf der Fensterbank in der Küche. Wenn mir danach ist, dann verfeinere ich damit meine Gerichte. Ich habe allerdings keine Ahnung, woher Du die Samen bekommen könntest, falls Du nicht ebenfalls beim Sammeln warst? Vielleicht kann man das mit ein paar gerösteten Sesamsamen (also Gomasio) ersetzen?
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Während meines Studiums als Psychologin habe ich viel über Sozialpsychologie gelernt. Dabei geht es um die Gesetzmäßigkeiten die das menschliche Erleben und Verhalten beschreiben. Und zwar nicht als einzelner Mensch - sondern in der Gemeinschaft. Auch Themen wie Entscheidungsfindung, Überzeugung von anderen Menschen oder die Tatsache, dass das Verhalten oft gar nicht so stark mit den eigenen Werten übereinstimmt werden hier erforscht.
Bei mir kam die Veränderung unfreiwillig
Ich bin Vegetarierin. Aufgewachsen bin ich auf dem Bauernhof und am liebsten aß ich ein gutes Bauernbrot bestrichen mit - Leberwurst. Das war für mich lecker. Im laufe meines Lebens hat mein Körper begonnen auf Fleisch, Wurst & Co mit Schmerzen zu reagieren und ich wurde vor ca. 14 Jahren zur Vegetarierin. Unfreiwillig. Heute bin ich es gewohnt, auf fleischhaltige Nahrung zu verzichten - es ist kein Verzicht mehr, sondern meine tägliche Realität. Aber warum isst der Mensch Fleisch? Dieser Frage ist die us-amerikanische Forscherin Dr. Melanie Joy nachgegangen. Was sie gefunden hat, schildert sie in diesem Video:
Die Forscherin ist Diplompsychologin - deswegen geht es bei ihrer Arbeit auch vor allem um die Erforschung der Einstellung. Ich bewerte mal ihre Arbeit nicht, sondern veröffentliche sie hier einfach. Es gibt sicherlich noch mehr Ursachen bzw. Gründe dafür oder dagegen. Jeder muss für sich selber entscheiden womit er seinen Körper stärkt oder schwächt.
Möge jedes Wesen glücklich sein - mögen alle Wesen im Universum Glück erfahren - das ist mein Wunsch.
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Meine Frühstücke haben noch nie so oft gewechselt wie in letzter Zeit. Durch meine Nahrungsmittel-Intoleranz lebte ich für einige Zeit kohlenhydratarm - da gehen einem schnell die Ideen aus. Mittlerweile kann ich wieder Kohlenhydrate essen - aber bedingt. Mein Körper entledigt sich gerade von allen möglichen Giften - so auch von Aluminium. Damit er das gut ausscheiden kann nehme ich viel siliziumhaltige Nahrung zu mir. Also teste ich ein Rezept mit Hirse.
Mein neues Frühstück: Hirsebrei mit Früchten
Rezept für Hirsebrei mit warmen Früchten, berechnet für eine Person
Zutaten
40 g Hirseflocken oder geschrotete Hirse
10 g Hirse
200 ml Wasser
1 EL Mandelmus (oder anderes Nussmus)
1-2 Datteln
1/4 Banane
1/2 Apfel
Olivenöl
1 Stück fermentierte Zitrone
1 TL Honigferment
Zubereitung
Brei
Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, die Hirse einrühren. Das Nussmuß mit Wasser in einem Blender verrühren und dazugeben. Die Datteln entsteinen, kleinschneiden und ebenfalls unterheben. Den Topf von der Flamme nehmen und mit Deckel 10-15 Minuten ziehen lassen.
Früchte
Während der Brei zieht, Öl in eine Pfanne geben. Banane in Scheiben schneiden, Apfel in Spalten und beides darin anrösten. Durch die Hitze karamellisiert der Fruchtzucker. Ich selber vertrage warmes Obst besser, Du kannst es auch roh dazu essen. Statt der warmen Früchte kannst Du auch Apfel- oder Quittenmuß dazu essen.
Anrichten
Den Brei in eine Schüssel geben, die Früchte darüber streuen. Die fermentierte Zitrone in kleine Würfel schneiden und oben auf streuen. Das Ganze mit einem TL vom Honigferment abrunden. Wenn es jetzt Frühjahr wäre, dann würde ich noch ein paar Blättchen Minze draufstecken oder Blüten von meinen Kräutern.
Statt der Früchte geht auch Apfelmus
Der Hirsebrei hat mir gut geschmeckt. Zunächst dachte ich, dass noch Süße fehlt. Die aus den Früchten und aus dem Honigferment reicht aber wunderbar aus. Das gibt es jetzt öfters!
Wer einmal damit angefangen hat merkt schnell, dass er gar nicht mehr damit aufhören kann: Fermentieren. Heute stelle ich ein sehr gefährliches Ferment vor - es hat echten Suchtfaktor. Wie man es herstellt habe ich bei Isa gelernt - die mit ihren "Wilden Fermenten". Am besten ist, Du machst das genauso - deswegen beschreibe ich die Herstellung gar nicht näher. Um ins Fermentieren einzusteigen kann ich auch die zugehörige Gruppe bei facebook nur empfehlen. Quasi im Vorbeigehen kannst Du viel übers Fermentieren lernen.
Das Honig-Ferment sollte täglich "geschüttelt" werden...
So sieht es aus, das Honigferment. Immer wenn das Glas halb leer ist setze ich frisches an. Wichtig ist, rohen Honig zu verwenden. Am besten bekommst Du den beim Imker Deines Vertrauens. Bei Honig handelt es sich ja selbst um ein Ferment. Bienen verwandeln den Nektar der Blüten durch Flüssigkeit aus ihren Kauwerkzeugen zu einer fermentierten Brei, den wie Honig nennen.
Ich verwende das Honigferment sehr gerne als Topping über mein Frühstück. Auch habe ich bereits Orangensaft damit fermentiert - schmeckt auch lecker. Meine Schwester schwört darauf, sich das Ferment einfach aufs Butterbrot zu schmieren - das habe ich noch nicht getestet.
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"Wenn Sie welches ohne Glutamat möchten, dann müssen Sie das selber machen.", die Asiatin lächelt mich an. Ich stehe in Reutlingen im Asia-Laden und hatte nach Kimchi gefragt. Ich glaubte noch nicht was sie sagte und hob ein Glas nach dem anderen hoch - sie hatte recht gehabt - überall Natriummonoglutamat auf der Zutatenliste. Na dann werde ich mich mal dran machen, die Zutaten zu besorgen.
Die schwäbische Variante
Dass es schwäbisch wird fiel mir erst während der Zubereitung ein. Ich suchte nach meinen getrockneten Chilis, die ich im Garten geerntet hatte und dabei stolperte ich über meine frisch getrockneten Hagebutten. "Geschmacklich werden die nicht viel ändern - aber der Vitamin C Gehalt wird deutlich in die Höhe gehen.", dachte ich mir und nahm sie mit in die Küche. Schließlich soll mein Kimchi ja nicht nur gut schmecken, sondern auch eine breite Vielfalt gesunder Enzyme enthalten.
Rezept: Veganes Kimchi
Zutaten:
Alles gut vermischt.
1 Chinakohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Zwiebel
1 kleiner weisser Rettich
1 kleine Salatgurke
1 Knolle Knoblauch
1 Stück Ingwer (ca. 5 x 5 cm)
Chilischoten getrocknet (nach Geschmack)
1 Chilischote frisch
1 Hand voll getrocknete Hagebutten
2 EL fertig gekochter Reis
Salz
Zubereitung
Den Chinakohl in ca. 2 x 2 cm große Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und reichlich salzen (nicht versalzen). Am besten über Nacht so stehen lassen, dann kann das Gemüse ausreichend Wasser ziehen. Das Wasser am nächsten Morgen auffangen, aber nicht wegschütten.
Den Rettich und die Gurke in Scheiben und diese in feine Stifte schneiden, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und zum Chinakohl geben. Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, den Reis und die getrockneten Chili im Blender fein hacken und ebenfalls in die Schüssel geben. Die frische Chili in feine Streifen schneiden. Die Hagebutten im Blender zu Pulver zerkleinern und ebenfalls ab in die Schüssel.
Die Masse noch mit Salz abschmecken und das aufgefangene Wasser mit dazu geben, gut durchmischen und alles in ein Einmachglas geben. Dabei darauf achten, dass keine Luft zwischen der Masse bleibt.
Mit Stein beschweren, das Glas verschließen. Feinschmecker kosten das Kimchi gleich, nach 2-3 Tagen hat die erste Fermentation stattgefunden und der Geschmack hat sich verändert. Von da an kannst Du Dein Kimchi genießen, der Geschmack wird sich stetig verändern.
Jetzt merke ich gerade, dass ich die Algen vergessen habe. In Korea verwendet man für das Kimchi meistens Fischsauce oder Garnelen. Weil ich eine vegane Variante machen wollte hätte gerne etwas Algen dazugegeben - dann eben nächste Mal.
Schwäbische Zutat: getrocknete Hagebutten
1 Kopf Chinakohl ergibt 2 Gläser Kimchi
Ach ja - ich habe mich inspirieren lassen bei gundja, bei greenvegadine und von anderen Rezepten, in denen ich in letzter Zeit geschmökert hatte.
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Seit Mai diesen Jahres fermentiere ich fleissig. Schon vor Jahren gab mir der Ernährungstherapeut Jörg Krebber den Tipp, mir durch fermentierte Lebensmittel die Nahrung zu verfeinern. Welche gesundheitlichen Vorteile es bringt, die Nahrung durch Enzyme und viele weitere Bestandteile anzureichern erfährst Du am besten in der kleinen Broschüre "Endlich gesund". Als ebook ist es zudem kostenlos erhältlich (siehe Links unten).
Der erste Versuch ging schief.
Mein erster Versuch ging gründlich schief. Ich beschloss, etwas Blumenkohl zu fermentieren. Ich wusste nicht wie es geht und das Gemüse war nach einigen Tagen mit allen möglichen Teppichen überzogen - ich wusste nicht ob es sich dabei um Schimmel handelte oder ob ich das essen kann. Ich kippte es weg. Das war vor mehr als 5 Jahren. Wie ich im Frühjahr an das Buch von Sandor Katz und Claudia Lorenz-Ladener kam, kann ich gar nicht mehr sagen. Seither hat mich das Fermentier-Fieber gepackt. Wie das geht zeige ich hier.
Sauerkraut ist mein erstes Ferment
Begeistert schaue ich Sandor Katz zu wie er Sauerkraut macht und fange einfach an mit dem was ich im Haus habe.
Viele Selbstversorger fangen heute wieder an, selber Kraut zu machen. Der Sinn ist einfach Vorratshaltung. Das ist auch toll - nur geht der Nutzen der Fermentation über die bloße Vorratshaltung weit hinaus. Aus diesem Grund füge ich meinen Fermenten etwas mehr hinzu als nur Gemüse und Salz. Ich füge ausserdem hinzu: Kreuzkümmel, Wacholderbeeren, Blüten (jetzt im Winter gibt es keine, aber im Sommer pflücke ich die Blüten von: Gänseblümchen, Ringelblumen, Veilchen, Kapuzinerkresse und so weiter), Ingwer, Kurkuma, Dillstängel und alles was ich im Garten so finde. Durch diese weiteren Zutaten entstehen nochmal ganz andere Enzyme als wenn ich nur das Gemüse mit Salz fermentiere. Aber nun dazu wie es geht:
Anleitung zum Fermentieren von Sauerkraut:
Gläser, Bretter, Schüsseln, Hobel, Messer - das Werkzeug
1. Zunächst brauchst Du eine Reibe oder einen Hobel, Schneidebretter, Messer, Schüsseln und Gläser.
Salz, Gewürze und Gewichte
2. Dann braucht es Gewürze - ich verwendete hier Wacholderbeeren, Kreuzkümmel, Kurkuma und eine Chili. Nützlich sind auch Gewichte, mit denen das Gärgut beschwert werden kann, damit es unter der Lake bleibt. Und was ganz wichtig ist: Salz - und zwar Meersalz ohne jegliche Zusätze (auch kein Jod und auf keinen Fall Industriesalz - damit kann man nicht Fermentieren).
3. Das Kraut wird gereinigt und mit dem Hobel zerkleinert. Sammle es in einer Schüssel und gib Salz hinzu. Nun ist es wichtig, das Kraut gut zu kneten. Knete es solange bis es Wasser zieht. Wieviel Salz Du nimmst entscheide beim ersten Versuch einfach nach Geschmack. Wenn Du das öfters machst, dann kannst Du Dich auch einlesen in der Literatur - damit kann man auch den Gärvorgang ganz gut nochmal beeinflussen.
Das Geheimnis liegt im Luftabschluss
4. Stopfe es dann in ein Glas. Du kannst entweder Einmachgläser verwenden oder auch kleine Schraubgläser. Wichtig ist, dass Du es so ins Glas stopfst, dass keine Luft mehr enthalten ist. Auch das Gärgut sollte so mit der Lake abgedeckt sein, dass keine Luft mehr an das Gemüse drankommt.
ein gefaltetes Blatt als Abschluss
5. Lege entweder ein gefaltetes Blatt als Abschluss obenauf und gebe ein Stück vom Strunk drüber. Wenn der Deckel zu ist, sollte diese "Konstruktion" das Gärgut unter der Lake halten.
Sauerkraut mit Beschwerungsstein
… in ein größeres Glas kannst Du einen Beschwerungsstein legen. Dies ist deswegen besser, da oben noch Luft sein sollte, damit die Gärung arbeiten kann. Beim Gärvorgang entsteht C02, dadurch entweicht der im Glas enthaltene Sauerstoff. Falls dieser nicht entweichen kann baut sich Druck im Glas auf. Deswegen würde ich keine größeren Gläser mit Schraubdeckel zum Fermentieren verwenden - diese können durch den Druck zerspringen und sich so zu gefährlichen Geschossen verwandeln.
Deckel zu und fertig...
6. Jetzt muss der Deckel zu und der bleibt auch zu - solange bis man es essen möchte. Das kann wenige Tage dauern - oder mehrere Monate. Für mich hat sich eine Dauer von ca. 6 Wochen bewährt. Jeder muss selber herausfinden nach welcher Zeit das Kraut den richtigen Geschmack erhält. Wichtig ist, dass nicht ständig der Deckel gelüftet wird, weil das den Gärprozeß stören kann. Das entstehende Kohlendioxid verdrängt den Sauerstoff, der einen Fäulnisvorgang auslösen könnte. Beim Öffnen des Glases entweicht dieses schützende Gas.
Das frisch geöffnete Glas mit dem Strunk, der oben drin lag.
7. Beim Öffnen wollte ich zunächst den Strunk und das gefaltete Blatt, mit dem ich sicher gestellt hatte, das das resliche Gärgut auch unter der Lake bleibt, wegschmeissen. Jedoch stellte ich fest, dass beides ebenfalls gut durchfermentiert wurde. Ich schneide es jeweils und esse es genauso wie das geschnittene Kraut.
8. Dieses Kraut ist mir lieb geworden. Ich esse es - ausser zum Frühstück - zu jeder Mahlzeit. Meinem Körper tut das sehr gut.
Das Kraut lebt - es blubbert.
9. Wenn das Glas bereits am zweiten Tag so aussieht - das ist normal. Die Bakterien arbeiten und produzieren ganz viel CO2. Dadurch wird der Sauerstoff im Glas verdrängt - es kann wie in diesem Fall auch sein, dass etwas von der Flüssigkeit herausschäumt. Aus diesem Grund das Glas lieber nicht ganz voll machen. Das die Fermentation gut läuft sieht man auch an den Bläschen und Blasen, die ständig aufsteigen. Wenn Du das Glas etwas schüttelst oder bewegst siehst Du es wahrscheinlich etwas besser.
Welche Erfahrungen hast Du mit dem Fermentieren?
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