Samstag, 25. Juni 2016

Gehäkelter Sonnenhut aus Papier

Dieses Jahr bin ich mir sicher: es ist ein Sonnenhut im Gepäck wenn es in den Urlaub fahre. Im letzten Jahr habe ich auf den letzten Drücker beim Versandhaus einen bestellt - freute mich riesig drauf. Dann kam das Paket, die Enttäuschung war riesig: der Sonnenhut war ausverkauft.

Dieses Jahr ist er im Gepäck

Als ich vor zwei Wochen im Wolladen war suchte ich eigentlich neue Wolle für ein Top. Dabei stolperte ich über einen Sonnenhut, der sich ganz interessant anfasste - er war gehäkelt. Aus Papier. Sowas habe ich noch nie gesehen. Zunächst steuerte ich Zielgerade daran vorbei. Doch, warte - das ist ein Sonnenhut, ein Sonnenhut? Den häkle ich mir. Schnell eine Farbe herausgesucht von dem gewachsten Papiergarn. Wusste bis dato nichtmal, dass es sowas gibt.

Noch eine Anleitung dazu

Ob ich mir zutraue, den Hut ohne Anleitung zu häkeln? Besser nicht - die letzten Projekte sind alle gut geworden, weil ich mir die Anleitung eine gute Orientierung gegeben hat. Nach so vielen Jahren Strick- und Häkelabstinenz fehlt mir noch ein wenig das Abstraktionsvermögen. Also nehme ich gleich noch das Heftchen von Rico Design mit. Zwei Hüte sind drin, mehrere Taschen, etliche Körbchen, Übertöpfe, Lampenschirme und andere Kleinigkeiten. Nützliches für jeden Tag. Letztendlich habe ich mich nicht ganz dran gehalten, mein Dickkopf brauchte mal wieder eine Veränderung - dieses Mal ganz konkret. Froh bin ich, dass ich mich so entschieden hatte.

Und schon geht's los

Es ist sehr schön zu verarbeiten, fasst sich interessant an und das Ergebnis produziert sich schnell. Das macht Spaß. Bei der Arbeit meint Sarah, dass er so zu weit sein könnte - sie hatte recht - ich ziehe eine Reihe wieder auf. Dann geht's weiter und schon ist er fertig. Ich bin ganz glücklich damit und schon liegt er auf dem Haufen mit den Sachen, die mit in den Urlaub gehen in zwei Wochen. Jipppie Hippie, bald geht's los, ich freue mich schon.

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Fotos: Shivani Allgaier (cc)

Montag, 6. Juni 2016

Mein erster Spitzenschal - sogar gespannt

Jippie, er ist fertig - mein Lace-Schal. Ich stricke wieder. Die Wolle, die ich mir ausgesucht habe ist ohne chemische Zusätze aufbereitet - es handelt sich um Maulbeerseide. Nur, was stricke ich daraus? Ich google, was andere so daraus zaubern und stelle fest, er eignet sich vor allem für eins: einen Schal.
Stricken nach Anleitung

Und schon geht's los

Eine Anleitung mit einem recht einfachen Muster für einen dieser löchrigen Schals findet sich gar nicht so leicht - aber ich werde fündig. Dann kann's los gehen. Natürlich passieren unterwegs auch Fehler. Zunächst mache ich die Zunahmen so wie ich es immer gewohnt war - ich stricke die Umschläge verschränkt ab. Für einen löchrigen Schal die falsche Methode - denn dann gibt es ja gar keine Löcher. Ich lerne dazu. Soll ich ihn wieder aufziehen? Ich entscheide mich dagegen - dann hat er eben Fehler. Mein Lernen geht weiter. Offenbar gehört einiges an Strick-Können dazu, diese feinen Dinger zu Fertigen. Ich kette das Teilchen ab, es ist fertig. Nur leider eignet er sich nicht als Schal, ich habe zu fest abgekettet - er kann so nicht gespannt werden. Also mache ich mir die ganze Arbeit und mache alle Maschen wieder zurück auf die Nadel. Auch darin gewinne ich Routine. Ich lese nochmals die Anleitung - da steht es ja - dass ich anders als üblich abkönnen soll. Wenn ich nur nicht immer so eigensinnig wäre ;-) 


Noch ein Anlauf und schon ist er fertig

Aber dieses Mal klappts's - die Kante ist auch ganz dehnbar. Jetzt kann der Schal gespannt werden. Die Frage ist nur: worauf kann ich die vielen Stecknadeln befestigen? Auf dem Sofa? Das Leder mag ich nicht mit Stecknadeln spicken. Auf dem Teppich? Ob der sich nicht vollsaugt mit dem Wasser - ich muss den Schal ja nach dem Waschen feucht aufspannen… Also nichts wie ab in den Baumarkt, da wird sich schon eine Idee finden. 

Mit einem Seil halten die einzelnen Teile zusammen


Mit 2 Nadeln das Seil befestigen
Ich komme zurück mit vier Platten Styropor. Nur wie soll ich die zusammenhalten, damit ich den Schal darauf spannen kann? Frieder hat die Lösung - er legt mir ein Seil um die Platten. Zuerst wollte er einen Knoten einbinden - aber das geht nicht, dann halten die Platten nicht zusammen, weil die Seile nicht auf einer Ebene bleiben. Ich piekse einfach jeweils eine Nadel in die Ecke und schon hält die Konstruktion. Die Platten sind sogar so fest zusammengehalten, dass ich sie auf dem Boden locker verschieben kann. Juhu, ich komme meinem Schal immer näher und ich freue mich schon darauf, das weiche, leichte Gestrick auf meiner Haut zu spüren.

Das ist er: Mein neuer Schal
Schon einen Tag später ist es soweit

Das Teilchen mit den Stricknadeln darauf zu befestigen ist eine Fleißarbeit. Ich muss auch immer wieder die Nadeln herausnehmen und neu stechen, nachspannen. Schließlich habe ich es geschafft und der Schal sieht in sich ganz harmonisch aus. So lasse ich ihn. Meine Strickfehler sind nun noch deutlicher zu sehen. Aber ich stehe dazu.  Ich kann es kaum erwarten, ihn auf der Haut zu spüren und fühle immer wieder nach, ob er schon trocken ist. Denn zu früh wieder von den Platten entfernt wird er die Form nicht halten. Den richtigen Zeitpunkt gewählt behält er jedoch seine Form bis zur nächsten Wäsche - dann muss er wieder gespannt werden.

Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis

Er kann sich sogar sehen lassen, finde ich. Er fühlt sich toll an. Bin ganz neugierig, ob ich ihn gerne tragen werde. Zu meinem schönen Leinen-Kleid wird er gut passen. Und ich habe ihn auch bei ravelry veröffentlicht. Da gibt es auch noch mehr Bilder - wer noch mehr davon sehen möchte. Und die Anleitung ist da auch zu finden. 

Lace-Anleitungen bei Amazon:


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Bilder: Shivani Allgaier (cc)